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FAQ

Colon-Hydro-Therapie - Häufig gestellte Fragen 
 

​Muss ich vor der ersten Behandlung etwas beachten?
Ja, vor Ihrer ersten Colon-Hydro-Therapie bitte ich Sie, ein unverbindliches 30-minütiges Vorgespräch zur Erstanamnese zu buchen. So können wir Ihre gesundheitliche Situation und eventuelle Vorerkrankungen besprechen und die Behandlung optimal auf Sie abstimmen.

Was genau passiert bei einer Colon-Hydro-Therapie?

Bei der Colon-Hydro-Therapie (CHT) wird der Dickdarm mit warmem, gefiltertem Wasser gespült. Über einen kleinen Schlauch fließt das Wasser sanft in den Darm, löst dort angesammelten Stuhl und Ablagerungen und wird zusammen mit dem gelösten Inhalt wieder abgeführt – alles in einem geschlossenen, geruchlosen System. Die Behandlung dauert ca. 45–60 Minuten und wird durch eine sanfte Bauchmassage begleitet, die die Darmperistaltik anregt.

 

Wie unterscheidet sich die CHT von einem normalen Einlauf?

Ein herkömmlicher Einlauf reinigt nur den unteren Darmabschnitt (Rektum und Sigmoid). Die Colon-Hydro-Therapie reinigt den gesamten Dickdarm – also ca. 1,5 Meter Darm – durch mehrfachen Wasserein- und -ausstrom in einer einzigen Sitzung.

Sicherheit & Nebenwirkungen

Ist die Behandlung sicher?
Ja, bei korrekter Durchführung durch ausgebildetes Fachpersonal gilt die CHT als sicher. Es werden ausschließlich gefiltertes, temperiertes Wasser und sterile Einwegartikel verwendet. Die Behandlung ist schmerzlos und schonend.

Für wen ist die CHT nicht geeignet?
Die CHT sollte nicht angewendet werden bei: entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Divertikulitis, medizinisch nicht abgeklärten Schmerzen, entzündeten Hämorrhoiden, Fissuren, frischen Darmoperationen, Darmtumoren, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Schwangerschaft sowie bei Personen welche sich in psychiatrischer Behandlung befinden. Im Zweifel bitte immer Rücksprache mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt halten.

Die Darmflora – häufigste Missverständnisse
Wird durch die Spülung meine Darmflora zerstört?
Dies ist eines der häufigsten Missverständnisse rund um die CHT – und wissenschaftlich nicht korrekt. Die Darmflora besteht aus zwei grundlegend verschiedenen Anteilen:
•    Die residente (sesshafte) Flora sitzt fest verankert in der Darmschleimhaut und in der Mukusschicht. Sie bildet stabile Biofilme und ist über das gesamte Leben eines Menschen hinweg relativ konstant.
•    Die transiente (vorübergehende) Flora befindet sich frei im Darmlumen – sie ist Teil des Stuhlinhalts und würde bei der nächsten normalen Darmentleerung ohnehin abgehen.
Die CHT spült ausschließlich den luminalen Darminhalt (transiente Flora + Stuhlreste) aus – genau das, was beim nächsten Stuhlgang gegangen wäre. Die residente Schleimhautflora bleibt unberührt.
Wissenschaftlicher Beleg: Uchiyama-Tanaka, Y. (2012): "The Influence of Colonic Irrigation on Human Intestinal Microbiota" Die Studie mit 10 Probanden kam zum Ergebnis: Colon-Irrigation hat keinen langfristigen Einfluss auf die intestinale Mikrobiota und die Serumelektrolyte. 

Auch die Autoren Gero Beckmann und Andreas Rüffer, Mitarbeiter des Labors Enterosan, kommen zu derselben Schlussfolgerung in ihrem Fachbuch Mikroökologie des Darmes. Grundlagen, Diagnostik, Therapie, Labor LS SE & Co KG,

6. Auflage 2024, S. 374 f.

Wirkung & Indikationen
Bei welchen Beschwerden kann die CHT helfen?
Die CHT wird traditionell eingesetzt bei chronischer Verstopfung, Blähungen und Völlegefühl, träger Verdauung, Allergien, Hautunreinheiten, als Einstieg in eine Fastenkur oder Darmsanierung, zur Vorbereitung auf eine Darmspiegelung sowie bei allgemeiner Erschöpfung und Hautproblemen, die mit der Darmgesundheit zusammenhängen können.
Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
Das ist sehr individuell und hängt von Ihrem Anliegen und Befund ab. In meiner Praxis erstelle ich für jeden Menschen ein individuelles Behandlungskonzept. Als Einstieg empfehle ich häufig eine Erstberatung, in der wir gemeinsam besprechen, was für Sie sinnvoll ist.

Praktische Informationen
Wie bereite ich mich auf eine Sitzung vor?
Idealerweise essen Sie 2–3 Stunden vor der Behandlung nichts Schweres. Bequeme Kleidung ist von Vorteil. Falls Sie Medikamente nehmen oder Erkrankungen haben, teilen Sie mir das bitte vorab mit.
Zwei Tage vor der Behandlung empfehle ich zudem: Keine blähenden Nahrungsmittel (Hülsenfrüchte, Blumenkohl, Bier, frische Hefebackwaren) und keine schwer verdaulichen Mahlzeiten (fettiges Fleisch, frittierte Speisen).
Bei hartnäckiger Verstopfung empfiehlt es sich, sich am Vortag mit einem fertigen Produkt aus der Apotheke vorzubereiten – zum Beispiel einem Mikroklistier, Zäpfchen oder einem fertigen Einlauf.
Bei chronischer Verstopfung kann eine 2–3-wöchige Vorbereitung mit einem speziellen Produkt sinnvoll sein. Welches Produkt geeignet ist, besprechen wir individuell vorab.

Was sollte ich nach der Behandlung beachten?
Trinken Sie nach der Sitzung ausreichend – am besten über den Tag verteilt. Zur Unterstützung der Elektrolyte empfehle ich Wasser mit etwas Meersalz und Zitronensaft oder eine fertige Elektrolytmischung aus der Apotheke. Essen Sie leicht und darmfreundlich (Gemüse, Suppen, keine schweren Speisen). Vermeiden Sie Alkohol am Behandlungstag. Planen Sie keine anstrengenden körperlichen Aktivitäten ein – wie Marathon, Gewichtheben oder intensives Ausdauertraining.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapie.
 

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